Startseite
  Über...
  Wort des Tages
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Blog v. Jean aka Anaka



http://myblog.de/anachronistica

Gratis bloggen bei
myblog.de





Es soll wohl eine Weltstadt sein


Was dem geneigten Leser dieser Titel sagen soll, ist wohl die erste Frage, die sich dieser bei der Lektüre der Überschrift stellt.
Er muss sich aber noch ein Weilchen gedulden, es gibt viel nachzuholen.

Zuerst einmal muss ich bekennen, dass ich kaum mehr zum Schreiben komme. Zwei mal schon saß ich an genau dieser Stelle und konnte nicht einmal mehr beginnen, da wieder jemand den mir beschiedenen bescheidenen Flug der Musen störte.
Es mag mitunter an Folgendem liegen.

Ich muss beim letzten mal vergessen haben, dass mir ein Chevalierstück sondergleich geglückt ist: Ich habe die Dame K. zur Meinigen gemacht - und das obgleich sie bereits versprochen war. Trotz der gerümpften Nasen, die ich tagtäglich darum sehe, so können sie auch ihren Neid vor meinen Augen nicht verbergen. Er blitzt in ihren Augen umso heller, je mehr sie versuchen, ihn zu verbergen. Mich dagegen durchflutet Tag um Tag das Glück des frisch verliebten und ich stelle mit Erstaunen fest, dass mein zweifelsohne verdorbenes Herz zu etwas derart reinem in der Lage ist.
Dies aber nur am Rande.

Nichts verschafft mir größere Kurzweil, als die kleinen Dinge des Lebens zu beobachten und darüber zu reflektieren. Ich betrachte die Fähigkeit, daraus Genugtuung zu schöpfen, als große Gabe, denn es ist eine Fähigkeit, der man ob ihrer Wichtigkeit für den intelligenten Geist große Bedeutung zumessen muss; wer den Blick für die Dinge des Lebens bei aller Philosophie im wörtlichen Sinne verliert, der hat auch seinen Bezug für diese verloren.

Was mir gerade vor kurzem auffiel, sind die kleinen, verborgenen aber äußerst lächerlichen Wettkämpfchen im Leben. Ein Beispiel wäre die Situation, wenn zwei Menschen nebenander Zähne putzen. Es wird geputzt und geputzt, in der Erwartung, dass man selbst der letzte ist, sodass man als der Sauberere gilt. Zumindest stelle ich mir so den Vorgang in den Köpfen dieser Menschen vor; ein anderer Grund wollte mir partout nicht einfallen.
Es mag vielleicht wie eine Lappalie erscheinen, aber kann man von dieser Verhaltensweise nicht grundlegendes über die menschliche Natur abstrahieren?
Ich wage nicht, die Antwort darauf zu geben.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass mich meine Wege im Zuge einer so genannten "Studienfahrt" in der nächsten Woche nach Rom führen werden. Eine großartige Idee auf mehrerlei Art:
Erstens ist rein formal Hochsommer, auch wenn es das Wetter hier kaum vermuten ließe, und damit ist Rom sicher eine ausgezeichnete Wahl - ich glaube erwähnt zu haben, dass ich große Hitze nicht im Geringsten leiden kann.
Zweitens ist es geradezu genial, eine Oberprima auf eine Fahrt zu schicken, sie in seperaten Bungalows wohnen zu lassen und dann zu glauben, es würde dabei irgendetwas nützliches heraus kommen und es deshalb "Studienfahrt" zu taufen.
Dennoch, ich bin zumindest auf die vatikanischen Museen gespannt; jene sind ein Teil der Weltkultur, die ich um keinen Preis verpassen möchte.

Abschließend bleibt zu sagen, dass mir mein Philosophiekurs jede Menge Gedankenansätze liefert und mir somit kaum langweilig werden kann.
Überigens ist das Sein als solches kein vom Menschen idealisierbarer Prozess. Prost, Herr Platon!
25.8.06 19:33
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung