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   Blog v. Jean aka Anaka



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Poetischer Ausbruch


In alten Waisen kommt ein Land vor,
wo Gutes über Böses siegt,
wo Rosen über Schwerter wachsen,
doch keiner weiß mehr, wo es liegt.

Ein Wasserfall wird oft besungen
aus diesem Land, so weit entfernt,
vor dessen göttlich schönem Treiben
ein jeder Mensch das Staunen lernt.

Das Wasser, oben emsig störmend,
schnell die Klippe übereilt,
wie tausend brennende Juwelen
alländerlich im Fall verweilt.

Tiefer, tiefer trägt's der Flug und
ein Moment Ewigkeit verrinnt,
derweil hoch oben an der Klippe
des Wunders Lauf erneut beginnt.

Von wilden Pferden ist die Rede,
von Schimmeln, Rappen, edlem Blut,
mit unvergleichlich schönen Augen
und ritterswürdig großem Mut.

Dieser edlen Tiere Feuer
hat manche Sage schon genährt
und ihre herzensgute Treue
der Manne schätzt, das Kind verehrt.

Von sanften Auen wird gesungen,
so unbeschreiblich grün und weit,
mit Laub und Nadel, herrlich duftend,
und Stille, die so viel verzeiht.

Wie oft zog ich durch diese Wälder,
im Traum, allein, mit wildem Schrei?
Tage, Wochen, Jahre, Leben?
Wer weiß, ich war berauschend frei.

Es ist das Land der edlen Prinzen,
stets gütig, mutig, ohne Gram,
die genauso mit dem Schwerte
wie mit der Ros' gefährlich war'n.

Deren Mut ist nicht alleine
sich kühn zu werfen in die Schlacht,
nein, sie erkennen wahre Weisheit,
entscheiden ruhig und mit Bedacht,

um jene glaubend, kämpfend, streitend,
die selber gerade waffenlos,
und über allem steht der Glaube
an Güte, Gnade, Mensch und Trost.

Es ist das Land gesuchter Wunder,
wo Tat noch stets auf Hoffnung folgt,
und dessen ungetrübte Schönheit
den Teufel stets besitzlos scholt.

So weit du läufst nach Osten, Westen,
so weit du läufst nach Nord und Süd,
du wirst dies' Land nicht finden können
solang du nicht weißt, wo es liegt.

Nur einen Kompaß hast du bei dir,
nur eine Karte an der Hand:
Alleine Herz und guter Wille
zeigen den Weg in dieses Land.

Nur wer all die guten Dinge,
die Schönheit dieser Welt begehrt
und selbst versucht, sie wahr zu machen,
verdient, dass er den Pfad erfährt.

Sieh dass du aller Tage wieder
jen' Pfaden nicht den Rücken kehrst,
denn ohne ist dein Leben eines,
wo du nur Schuld und Unglück mehrst.



Unsrem Wasserfall zu Füßen
sitzt einsam die Prinzessin, seht!
Sie ist so schön wie jenes Wunder,
das hinter ihr sich hoch erhebt.

Ihr rotes Haar, es glänzt wie Feuer!
Fühlst du es, mein Herz, es klopft!
Die Augen wie von tausend Sternen
bei deren Blick mein Atem stockt.

Mein tiefes Sehnen, meine Liebe
treibt jeden schlimmen Zweifel fort.
Ich kenn das Land, von dem ich rede,
ich kenn es gut, mein Herz wohnt dort.
19.8.07 17:32
 


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